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Volleys-Herren unterliegen dem Tabellenführer

Quo Vadis, Volleys-Herren?
Aus Gratwein kamen Gerüchte, dass einige Spieler am Spieltag in Kärnten bei einem Turnier sein würden und der souveräne Tabellenführer somit geschwächt nach Feldbach anreisen würde.

Aufgrund dieser Gerüchte, aber auch aufgrund der Hallensituation durch den Maturaball wurde das Ansuchen Gratweins auf Spielverlegung abgelehnt. Schließlich rechnete man sich auf Feldbacher Seite dadurch einen Vorteil aus.

Am Ende war es viel Lärm um nichts. Nicht die Gratweiner, bei denen doch alle Spieler die Reise nach Feldbach antraten, sondern die Heimmannschaft startete durch das Fehlen von 4 Spielern (Captain Niggi Pleunik, Michael Kaufmann, Thomas Schadler, Jürgen Platl) scheinbar geschwächt ins Spiel.
Die Vorzeichen waren also nicht die besten im Kampf des Tabellenletzten gegen den Spitzenreiter.

Aber wie heißt es so schön? Unverhofft kommt oft!

Vermeintlich chancenlos starteten die in neuer Aufstellung antretenden Feldbacher ins Spiel, zeigten dann aber schnell, dass an diesem Tag ein anderer Spirit vorhanden war. Ein Spiel auf Augenhöhe bekamen die wenigen Zuschauer zu sehen. Ins erste Timeout ging es sogar mit einer 8:6-Führung.
Etwas überrascht von ihrem bisherigen Auftreten wurde das Team um Captain Dario unsicher und es schlichen sich in der Folgezeit einige Fehler ein. Eine Serviceserie von Rene Gau setzte dann noch das I-Tüpferl drauf und bescherte den Gratweinern eine solide 17:10-Führung.
Auch wenn sich die Mannen um Dario Käfer schnell wieder fingen, kann man diese kleine Schwächephase als entscheidend für den Satzverlust (18:25) anführen.

Satz 2 startete mit dem Spruch: “Hol ma uns den Satz!“
Dieser Spruch zeugt von großer Motivation und Willen. Dies hielt aber nur bis zum ersten Timeout (4:8). Als beim Stand von 5:11 aus Sicht der Volleys die Nummer 10 Gratweins, Spielertrainer Horst Menzl an den Service ging, war es schlecht um die wacker kämpfenden Feldbacher bestellt.
Die Annahme der Volleys kam einfach nicht mit dem Service zurecht und ehe man sich versah, waren beim Spielstand von 5:20 schon alle Hoffnungen begraben. Erst der kurz zuvor für Moussa Sherzad eingewechselte Flo Meyer machte mit einem schönen Angriffsball dem Spuk ein Ende.
Beim Spielstand von 8:22 wechselte Markus Flierl für den stetig fightenden, aber in dieser Phase glücklosen Geri Hirschmugl den Youngster Jakob Zoller ein. Dieser Tausch sollte sich als Glücksgriff erweisen. Erste Ballberührung Zoller – Blockpunkt, zweite Ballberührung – Punkt und dann ging es für Jakob zum Service….Mit einer Serviceserie von Zoller und unglaublich gutem Teamgeist kämpften sich die Jungs bis auf 17:22 heran. Leider sollte es am Ende nicht mehr reichen (17:25), aber das Satzfinish machte Lust auf mehr.
Die Vorgabe für den dritten Satz war einfach. Den Tag nicht vor dem Abend loben (siehe Spruch oben), mit Leidenschaft füreinander und miteinander kämpfen und vor allem sehr viel Spass haben!
Diese Zutaten waren es am Ende auch, die diesen dritten Satz zu einem ganz besonderen machten. Nicht das Ergebnis…leider wurde dieser Satz mit 21:25 an die Gäste abgegeben….sondern die Art und Weise, wie gespielt wurde, macht Hoffnung. Jeder hat für jeden gekämpft, von der Wechselbank gab es lautstarke Unterstützung und am Ende konnte das Team trotz der Niederlage stolz auf sich sein.
Zum Ende kommen wir nochmals auf die eingangs gestellte Frage zurück:
Quo vadis, Volleys-Herren?
Auch wenn am Ende des zehnten Spieles wieder nichts zählbares raus kam, so kann man doch feststellen, dass es in die richtige Richtung geht.
Mit noch mehr Trainingsfleiß, dem Engagement und Spass aus diesem Spiel und einem vollzähligen Kader hängen die Trauben bald nicht mehr zu hoch für die Volleys.
Verdient hätte sich diese junge Truppe die ersten Punkte!

Stimmen zum Spiel:
Matthias Janisch: „Heut war a Team auf dem Feld!“
Scorer für die Volleys: Lindenau u. Sherzad je 7, Krill 5, Käfer u. Zoller je 3, Jeitler u.Hirschmugl je 2, Meyer 1

Mehr Infos auf www.volleys.at